Bloß nicht über's Wetter schreiben

Brainstorming ist der Versuch, durch Zufall aus dem Nichts ein Etwas zu erschaffen. Ein bisschen wie beim Urknall oder der Teilchenfluktuation im absoluten Vakuum. Aber was, wenn das Nichts seinem Namen allzu bereitwillig gerecht wird? Wenn sich auch aus noch so stürmischen Gedanken kein roter Faden spinnen will?

Es passiert einfach nichts. Also, es passiert schon was, ziemlich viel sogar. Aber nichts erwähnenswertes. Klar, erkältet, aber das ist nicht der Rede Wert. Natürlich, viel Arbeit und jede Menge Termine, aber das kennt man ja nicht anders. Logisch, Hobby und Freizeit, aber das ist ja nichts außergewöhnliches. Und dann noch ein bisschen dies und das und Freunde treffen und feiern und Sport machen und faulenzen. Hm, Alltag halt, business as usual.

Dann aber wenigstens dieser Sturm, der über uns hinweg fegt, uns unsere Vergänglich- und Verletzlichkeit bewusst macht, an Fenstern und Dächern rüttelt. Mit allem drum und dran, Warnungen vorher, Sondersendungen währenddessen und Entwarnung hinterher. War ja doch nur halb so wild. Wieder unnötig Sorgen gemacht. Wie viel zu oft. Nicht jeder Sturm deckt gleich Dächer ab und rüttelt an den Fundamenten. So ein bisschen böiger Gegenwind bringt uns doch nicht aus dem Tritt!

Aber ich wollt' ja nicht über's Wetter schreiben...

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